Im Oosterschelde-Nationalpark ist für jeden etwas dabei

Wenn ich (Ellen van den Doel, Fotografin) in Urlaub fahre, gehe ich gerne ans Meer. Oder zumindest ans Wasser. Sobald ich die salzige Luft rieche und die Weite des Wassers sehe, komme ich zur Ruhe. Das ist das Schöne von den Niederlanden, man muss nie extrem weit fahren, um irgendwo in der Nähe des Wassers sein zu können. Ein für mich nicht sehr weit entferntes Gebiet ist der Nationalpark Oosterschelde. In diesem Blog werde ich dich durch diese wunderschöne Region führen. Hoffentlich kann ich dich überzeugen, die Schönheit der Oosterschelde zu genießen. 

Uitgestrekt Oosterschelde gebied
Foto: Ellen van den Doel
Oester uit de Oosterschelde
Foto: Ellen van den Doel

 

Das Unterwasserleben, die verschiedenen Schichten und der Schlamm, es gibt so viel zu sehen

Der Nationalpark Oosterschelde ist umgeben von den Inseln Schouwen-Duiveland, Tholen, Sint-Philipsland und Noord- en Zuid-Beveland. An den Seiten wird die Oosterschelde durch die Deltawerke begrenzt. Dieser Bereich dreht sich buchstäblich um das Wasser, in der Vergangenheit und auch heute noch. Das Gebiet wird dann auch sichtbar durch das Wasser beeinflusst. Das macht das Gebiet so vielfältig und besonders. Das Unterwasserleben, die verschiedenen Schichten und der Schlamm, es gibt so viel zu sehen. 

Dieses Gebiet hat für jeden etwas zu bieten. Entlang der Mündung der Oosterschelde gibt es viele Tauchplätze. Diese Region ist daher bei Tauchern wegen ihrer schönen Unterwasserwelt beliebt. Aber auch ohne Tauchen kannst du dich hier vergnügen. Wenn man entlang der vielen Deiche steht, kann man bereits einen Geschmack von all der Schönheit bekommen, weil das Wasser so klar ist. Aber auch Schnorcheln ist eine Option. Beim Schnorcheln denkst du vielleicht an tropische Reiseziele, aber du wirst erstaunt sein, wie schön es hier ist. 
 

Ich kann nicht umhin, über die Ausstellung der Kunststücke der Kiter auf dem Wasser zu staunen

Wenn du es vorziehst, Aktivitäten über der Wasseroberfläche zu genießen, hast du ebenfalls eine große Auswahl. Kitesurfen zum Beispiel ist hier weit verbreitet. Auch der Oesterdam bei Bergen op Zoom ist dafür ein beliebter Ort. Ich habe es selbst noch nie gemacht, aber ich bin erstaunt über die Fähigkeiten, die die Kiter auf dem Wasser zeigen. Dies ist auch ein beliebtes Motiv zum Fotografieren, genug Action für ein Foto. 

Was mich in diesem Gebiet sehr interessiert, ist die Geschichte der Flutkatastrophe von 1953 und der Deltawerke. Der Kampf gegen das Wasser wird hier seit Jahrhunderten geführt, dies hat die Schichten geformt, die auf Schouwen-Duiveland viel zu sehen sind. Die Überschwemmungskatastrophe hat dieses Gebiet weiter markiert. Das Watersnoodmuseum bei Ouwerkerk und das Schelphoek-Gebiet musst du unbedingt besuchen. Die Schelphoek ist durch einen Deichbruch entstanden. An einem schönen Sommertag ist es schwer vorstellbar, dass das Wasser so gefährlich sein konnte. Wenn man an einem stürmischen Tag auf dem Deich steht, macht das Wasser plötzlich einen ganz anderen Eindruck. Das ist es, was die Gegend so schön macht, sie ist immer anders. Sowohl das Wetter als auch die Gezeiten verursachen diese Veränderungen. 

Nach einem Tag voller Ausflüge und verschiedener Aktivitäten ist es Zeit, um einen Happen zu essen. Entlang der Küste gibt es zahlreiche Möglichkeiten in den verschiedenen Dörfern und Orten. Wo könnte man besser frischen Fisch, Muscheln und Austern essen als so nah am Wasser, wo sie leben? 

 

Foto: Ellen van den Doel

Mit etwas Glück entdeckst du einen Seehund

Am nächsten Tag beginne ich mit einem Besuch der Zeelandbrug und der Neeltje Jans. Beide beeindruckenden Gebäude sind typisch für die Region. Es lohnt sich auf jeden Fall, nicht nur darüber zu fahren, sondern auch in der Nähe anzuhalten. Die Zeelandbrug ist leicht von der Seite zu bewundern. Mir gefällt die Seite von Colijnsplaat am besten. Bei Neeltje Jans kannst du dich einen Tag lang amüsieren, wenn du den Deltapark und seine Umgebung besuchar. Von hier aus kann man schöne Spaziergänge machen und mit etwas Glück einen Seehund erspähen. 

Yerseke Moer; einfach anders

Da ich nicht sehr weit von dieser schönen Region entfernt wohne, war ich schon mehrmals dort. Aber die Gegend um Yerseke Moer ist für mich eine schöne Überraschung. Hier war ich noch nie. Was für ein besonderer Ort auf den Inseln von Zeeland. Einfach anders. Gewundene enge Wege, Gewässer und Gräben, abwechselnd mit Kühen und vielen Vögeln. Aber das Beste ist, dass man in aller Ruhe herumlaufen kann. Ein verborgenes Juwel, soweit es mich betrifft. Apropos Vögel: Wenn du selbst ein „early bird“ bist, ist es ratsam, hier bei Sonnenaufgang einen Spaziergang zu machen. Mit etwas Glück siehst du schönen Bodennebel, über dem die Kühe gerade herausragen. 

Diese Gegend sollte also auf deiner „To-Do-Liste" keinesfalls fehlen. Du erhaltest das Urlaubsgefühl umsonst, egal zu welcher Jahreszeit du reist. 

Foto: Ellen van den Doel