Nationalpark Oosterschelde

Die Oosterschelde, grandios in jeder Hinsicht

Eine Welt von Schlick, Schorren und Sandbänken, in der die Gezeiten die Landschaft zweimal pro Tag komplett verwandeln. Die Oosterschelde ist der größte und nasseste Nationalpark der Niederlande. Ursprünglich war sie eine Flussmündung, aber der Bau der Deltawerke hat die Dynamik völlig verändert. Jetzt ist sie ein Meeresarm. Bei Ebbe und Flut strömen hier 800 Milliarden Liter Wasser mit voller Kraft ein und aus. Langweilig wird es hier nie, wenn man auf der Suche nach Schweinswalen oder Seehunden den Horizont beobachtet, oder in die bunte Unterwasserwelt eintaucht. Und all das, während hinter den Deichen die Erinnerung an das (Zusammen-)Leben mit dem Meer wachgehalten wird.

Die Unterwasserwelt kommt an die Oberfläche

Durch den Einfluss von Ebbe und Flut unterliegt das Gebiet einer kontinuierlichen Veränderung. Bei Ebbe liegt ein Großteil trocken und tauchen verschiedene Pflanzen und Tiere auf. Wer sich die Zeit nimmt, kann die Verwandlung mit eigenen Augen beobachten. Viele Pflanzen und Tiere haben sich diesen extremen Bedingungen angepasst.

Es gibt eine Fülle von Wasserpflanzen wie Anemonen und Algen, aber auch Tiere wie Sepien und Seepferdchen sind in der Oosterschelde zu finden. Manchmal schwimmen hier sogar Haie.

Brüten, Ruhen und Überwintern

Im Sommer wie im Winter kann man hier viele Vögel beobachten, die in der Gegend brüten, ausruhen oder überwintern. Bei Ebbe kann man Austernfischer, Rotschenkel, den großen Brachvogel und Löffler auf den ausgetrockneten Schlickflächen und Sandbänken beobachten. Sie suchen dann nach Boden- und Wassertieren für eine schmackhafte Mahlzeit. Bei Flut ruhen sie sich auf den Schorren und den Flächen hinter den Deichen aus. Wenn du wissen willst, ob gerade Ebbe oder Flut ist, musst du also nur schauen, wo die Vögel sitzen. Dabei solltest du jedoch die Enten außer Acht lassen, denn die tauchen im Wasser nach Futter.

Salzige Köstlichkeiten

Das Meer und insbesondere der Einfluss von Ebbe und Flut sorgen für einen unglaublichen Reichtum an Pflanzen, Algen und (Schalen-)Tieren. Seit jeher werden auf den Schorren an der Küste Queller und Strand-Aster geerntet, um dann im Abendessen verarbeitet zu werden. Heute braucht man dazu eine Genehmigung. Und auch die Fischerei nutzt den Reichtum der Oosterschelde. Denn wer kennt sie nicht: seeländische Muscheln, Oosterscheldehummer, Austern und seeländische Herzmuscheln?

 

Ein offenes Sturmflutwehr in der Oosterschelde

Die Oosterscheldekering ist das größte und bekannteste Bauwerk der Deltawerke. Dieses neun Kilometer lange Sturmflutwehr riegelt die Oosterschelde bei drohendem Hochwasser ab. Zunächst war geplant, einen geschlossenen Damm zu bauen. Aber zur Erhaltung der besonderen Natur entschied man sich dann für ein offenes, bewegliches Wehr. Dadurch bleibt das Wasser salzig und es gibt nach wie vor Ebbe und Flut.

Die Insel Neeltje Jans, die beim Bau des Sturmflutwehrs als Arbeitsinsel genutzt wurde, ist heute ein Naturschutzgebiet. Die Elemente haben hier freies Spiel gehabt und eine Dünenlandschaft entstehen lassen. Hier kann man wunderbar spazieren gehen.

 Minicamping Zeelucht
Foto: Minicamping Zeelucht

Frischer als frisch

Gibt es etwas Leckereres als selbst gepflückte Austern direkt aus dem Wasser? Frischer geht nicht. Mache dich mit einem Führer auf die Suche nach den Leckereien aus der Oosterschelde. Er oder sie wird dir erklären, wo was erlaubt ist, was man beachten muss und wo die besten Standorte für die schmackhaftesten Funde sind. Auch toll in Kombination mit einer Übernachtung auf dem Minicamping Zeelucht. Beispielsweise in einem einzigartigen „Pipowagen“.

Alle Höhepunkte der Reihe nach

Machen Sie eine Tour mit dem Förster, streunen Sie durch unberührte Natur oder tauchen Sie in die Geschichte ein.


 

 

Kalender

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